Quo Vadis Chromtrioxid?

Verbände 03. 02. 2016

In den nächsten Tagen steht wieder ein wichtiges Ablaufdatum für Chromtrioxid auf dem Kalender. Am 21. März 2016 schließt das sogenannte Submission-Window, das heißt der letzte Zeitpunkt, zu dem bei der ECHA fristgerecht ein Autorisierungsantrag für das Sunset-Date am 21. September 2017 eingereicht werden kann. Es ist also im wahrsten Sinne fünf vor zwölf. Die Verunsicherung ist groß und die Hoffnung auf positive ECHA-Nachrichten aus Brüssel oder Helsinki ist überall in der Welt der Beschichtung spürbar.

In diesen Tagen wird der VECCO e. V. fast täglich von Unternehmen kontaktiert, die sich das erste Mal mit REACh beschäftigen. Lohnt sich eine Eigenautorisierung? Kann man das überhaupt noch hinbekommen? Es wird auf jeden Fall knapp. Besonders wenn sich mittelständische Unternehmer mit dem Bürokratiemonster REACh beschäftigen müssen. Softwaretools wie REACh-IT oder IUCLID, sozioökonomische Studie und Analyse von Alternativen und das alles in gepflegtem Englisch. Genau darüber diskutierten wir am 21. Januar in Brüssel mit Vertretern von ECHA, BAuA und der EU-Kommission.

Auf Einladung des ECRN (Europäischen Chemie Regionen Netzwerk) und der Landesvertretung Hessens hatte eine Delegation aus ZVO, VECCO e. V. und CETS die einmalige Gelegenheit, einem exklusiven Kreis von Zuhörern von Problemen der kleinen und mittelständischen Unternehmen mit REACh zu berichten. Als außergewöhnlich erwies sich die Tatsache, dass trotz einer breit gestreuten Einladung ausschließlich die galvanotechnische Branche mit Industrievertretern anwesend war. Somit konnten die spezifischen Belange unserer Branche im Speziellen direkt platziert und diskutiert werden. Beim Essen und anschließendem Kaffee bot sich die Möglichkeit zum Expertengespräch. Konkret wurde natürlich wenig, wobei dennoch festzustellen ist, dass die besonderen Schwierigkeiten des frontrunners Chromtrioxid Aufmerksamkeit und Beachtung seitens der Behörden gewinnen konnten. Es verfestigte sich der Eindruck, dass ein handwerklich gutes Dossier auch Chancen auf längere Autorisierungszeiträume haben könnte. Klar wurde
jedoch auch, dass es nach Chromtrioxid noch nicht vorbei sein wird.

REACh will never end. You can‘t escape. Get your benefit out of it.

Das war der Tenor, den man uns mit auf den Weg gegeben hat. Ein Ansatz, den der VECCO e. V. mit seiner Selbstverpflichtung zu niedrigeren Grenzwerten und zur technischen Weiterentwicklung implementiert hat.

In welche Richtung geht es mit Chromtrioxid?

Wir unterstützen Sie auf diesem Weg.

Matthias Enseling
Vorstand VECCO e. V.

 

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